Fragen, welche uns immer wieder gestellt werden ...
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Welche Erkrankungen werden behandelt ?
Schlaganfall (Hirninfarkt, Hirnblutung), hypoxische Hirnschädigung, Schädel-Hirn-Trauma, Hirntumore, degenerative Erkrankungen (z.B. Morbus Parkinson), entzündliche Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Meningitis, Encephalitis), periphere neurologische Erkrankungen (z.B. Plexuslähmung), Rückenmarkserkrankungen, Muskelerkrankungen
In welcher Form finden die Therapien statt ?
Wir bieten spezifische Einzeltherapien in den verschiedenen Therapiebereichen, darüber hinaus bearbeiten wir die folgenden Themen auch interdisziplinär in Kleingruppen: Medizinsche Information, Raucherinformation, Ernährung, Stressbewältigung, Entspannungsverfahren, Blutdruckregulation, Sekundärprävention, Trainingstherapie, Gleichgewicht, Kraftaufbau, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Alltagskommunikation, Handwerk, Haushalt, Schreibtraining.
In welchen Zielbereichen können durch ambulante Rehabilitation Verbesserungen erreicht werden ?
Alltagsbewältigung: Nahrungsaufnahme, Transfers z.B. Bett/Rollstuhl, Grundpflege, Toilettenbenutzung, An-/Ausziehen, Duschen/Baden
Motorik: Gehfähigkeit und Gangsicherheit, Rollstuhlbenutzung, Treppensteigen, Hand- und Armfähigkeiten
Kommunikation: Sprach- und Sprechfähigkeit, Lesen, Schreiben, Rechnen
Höhere Hirnleistungen: Aufmerksamkeit und Konzentration, Gedächtnis/Orientierung, Wahrnehmung, Gesichtsfeld und Neglect, Planen und Handeln, Antrieb, Depression/Angst, Krankheitsverarbeitung, Krankheitseinsicht, Selbstkontrolle
Teilhabe-Bereiche: Leben in Familie und Haushalt, Leben in Arbeit und Beruf/Ausbildung, Gesellschaftliches Leben, Lebensqualität
Welche Vorteile hat die ambulante neurologische Rehabilitation gegenüber der stationären Rehabilitation ?
Jede Form der Rehabilitation behandelt die Folgen einer Krankheit mit dem Ziel, Behinderungen und Beeinträchtigungen zu überwinden. Die ambulante Rehabilitation in Wohnortnähe berücksichtigt im Gegensatz zur stationären Rehabilitation in besonderem Maße das selbständige Wiederbewältigen des alltäglichen Lebens durch:
* Therapie im vertrauten häuslichen Umfeld  ›z.B. Hausbesuche, Außentraining am Wohnort‹
* Therapie im außerhäuslichen Umfeld  ›z B. Arbeitserprobung am Arbeitsplatz, Hilfe bei der beruflichen Wiedereingliederung, Wiederaufnahme von Ausbildung/Schule/Studium‹
* Förderung der Selbsthilfefähigkeit im Alltag durch Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse und Gegebenheiten
* Anpassung an die Lebensrealität und Hilfe zur Umsetzung der notwendigen Verhaltensänderungen  ›Gesundheitsschulung, Vorbeugung‹
* Individuelle Zielsetzungen und Therapieplanung durch Abstimmung mit dem Patienten und den Angehörigen
* Enger Einbezug und Beratung von Angehörigen  ›Pflege, Lebensperspektiven‹
* Zusammenarbeit mit Arbeitgeber und Integrationsdiensten
* Planung und Organisation der ambulanten Nachbetreuung
Das heisst: ambulante Rehabilitation ist mehr als Rehabilitation ohne Hotelbetrieb!
Ist ambulante Therapie weniger umfangreich als stationäre ?
Nein, die ambulante Therapie entspricht in ihren medizinischen Leistungen denen einer stationären Rehabilitationsbehandlung. Hochspezialisierte Ärzte, Neuropsychologen, Logopäden, Physiotherapeuten, Sporttherapeuten, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter, Pflegekräfte, Ernährungsberater und Diätassistenten bilden das Team. Für jeden Patienten wird ein individueller, kompakter Therapieplan entwickelt, der Einzel- und Gruppentherapien enthält. Zusätzlich werden und das ist der unschlagbare Vorteil der ambulanten wohnortnahen Rehabilitation - die Alltagssituationen zu Hause, im Fahrzeug, am Arbeitsplatz und in der Ausbildung, bei Ausübung des Hobbys und des sonstigen gesellschaftlichen Lebens etc. in die Behandlung konkret einbezogen. In der Rehabilitation geht es immer um die konkrete Teilhabe am Leben, damit findet die Rehabilitation am besten im konkreten Lebensalltag statt.
Wie intensiv ist ambulante Therapie ?
Der "Stundenplan" umfasst pro Tag 2-7(nach Bedarf) Einzeltherapien zu je 30 Minuten und zusätzlich Gruppentherapien von 60 Minuten. Der Stundenplan wird individuell aufgrund des Störungsbildes, der Behinderungen und Beeinträchtigungen des Patienten und seiner Belastbarkeit zusammengestellt.
Welche Voraussetzungen muss ein Patient erfüllen, um im Therapiezentrum behandelt werden zu können ?
Die häusliche Versorgung des Patienten muss durch den Patienten, seine Angehörige oder den Pflegedienst während der Rehabilitationsphase gewährleistet sein. Der Patient sollte ausreichend mobil sein. Dabei sollten mindestens Rollstuhlmobilität und Sitzfähigkeit für 3 Stunden gewährleistet sein. Es sollten keine gravierenden medizinischen Instabilitäten und kein erhöhter Pflegeaufwand vorliegen. Der Patient und seine Angehörigen müssen motiviert sein und zum Rehabilitationserfolg beitragen wollen.
Welche Rolle spielen die Angehörigen ?
Die therapeutische Arbeit findet in enger Zusammenarbeit mit den Angehörigen (sowie bei beruflicher Rehabilitation mit Arbeitgeber und Kollegen) statt: Schulungen und Informationsveranstaltungen werden speziell für Angehörige angeboten, z.B. findet seit Jahren eine regelmäßige Schlaganfallsebsthilfegruppe in unmittelbarer Nähe statt. In das individuell erstellte Therapiekonzept werden die Angehörigen von allen Therapeuten mit einbezogen.
Wo muss ein Patient wohnen, damit eine ambulante Therapie bei uns sinnvoll ist ?
In der Regel wohnen unsere Patienten im Kreis Ahrweiler und in den Nachbarkreisen MYK, SU, BN oder NR. Die tägliche Anreise sollte 45 bis 60 Minuten i.d.R. nicht übersteigen, damit der Patient nicht zu sehr strapaziert wird
Wer übernimmt die Kosten?
Krankenversicherungen und Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen (letztere z.Zt. nur im Ausnahmefall).
Generell ist eine Antragsstellung über unser Therapiezentrum oder einen anderen rehabilitationserfahrenen Arzt erforderlich.
Wer bezahlt den Transport ?
Die Krankenkassen zahlen nach dem SGB V § 60 Abs. 5 und nach SGB IX § 53 die Fahrtkosten zur Erlangung von Leistungen der medizinischen Rehabilitation, wenn entsprechende medizinische Gründe vorliegen. (in diesen Fällen ist eine Antragstellung durch uns erforderlich) (Sammel)transporte, die den Patienten abholen und wieder nach Hause bringen, werden durch das Rehazentrum organisiert). Vorteilhaft ist es aber, wenn der Patient versucht, mit Hilfe von öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) das Rehabilitationszentrum selbst zu erreichen oder, wenn Angehörige bereit und in der Lage sind, den Patienten täglich zu fahren. (Das entspricht dem normalen Leben und dem dient die Rehabilitation)
Wie erfolgt die Abrechnung der ambulanten Rehabilitation ?
Die Rehabilitationsleistungen werden nach gestaffelten Tagessätzen (Standardmodul, Intensivmodul, Nachsorgemodul) in Rechnung gestellt. In der Regel erfolgt bei gesetzlich versicherten Patienten die Abrechnung direkt mit dem Kostenträger Bei Selbstzahlern (Privatversicherte und Beihilfeberechtigten), aber auch bei gesetzlich Versicherten welche die Kostenerstattung wählen, erfolgt die Rechnungslegung an den Patienten.
Was beinhaltet der Tagessatz ?
* Einzel- und Gruppentherapien für die Rehabilitation in den entsprechenden Fachbereichen
* Alle Materialien, welche für die Rehabilitation notwendig sind; * Heiße und kalte Getränke, Obst
* Ärztliche Untersuchungen
* Notwendige ergänzende Untersuchungen erfolgen durch kooperierende Praxen und Einrichtungen und sind im Tagessatz nicht enthalten.
* Die Medikamente müssen entsprechend der vertraglichen Regelung mit den Kassen auch während der ambulanten Rehabilitation vom Hausarzt oder dem Facharzt verordnet werden. Etwa notwendige Anpassungen der Medikamententherapie erfolgen in Absprache mit Ihren Ärzten.
Für welche Patienten kommt eine Ambulante Neurologische Rehabilitation nicht in Frage ?
* Nicht ausreichend differentialdiagnostisch abgeklärte Erkrankungen
* Schwere akute und dekompensierte Erkrankungen anderer Fachgebiete
* Andauernde Bettlägerigkeit
Wie wird ein Antrag auf Rehabilitation in unserem Therapiezentrum gestellt ?
Melden Sie sich telefonisch, elektronisch, schriftlich oder persönlich ! Wir helfen Ihnen bei der Antragsstellung an die Krankenkasse/ sonstiger Kostenträger. Bringen Sie bitte eine Überweisung Ihres Hausarztes oder Ihres Facharztes sowie möglichst umfangreiche Medizinische Vorbefunde zur Vorstellung bei uns mit. Oder Sie bringen ein Empfehlungsschreiben der vorbehandelnden Klinik oder Rehaklinik zur Fortsetzung der neurologischen Komplextherapie und ambulanten wohnortnahen Rehabilitation